Geschichten


"Resi" das Hamstermädchen
Verfasser und Copyright by Wollefee
              Zur Erinnerung an Alexander und Michaela         

Ich bin „Resi“ ein Zwerghamstermädchen! Haaa hatschi! Mein Gott, mich hat es erwischt, ich habe eine leichte Erkältung. Na ja, ist ja auch kein Wunder. Ihr fragt warum? Ja, weil ich bis gestern in einer sogenannten „Zoohandlung“ gelebt habe. Hatschi! Dort geht es den ganzen Tag. Türe auf! Türe zu! Ich lebe dort schon eine ganze Weile, mit vielen anderen Tieren zusammen. Aber Hamster sind wir nur zwei. Mein Freund Josef und ich, die Resi. Stellt euch vor, eine Zoohandlung ist der reinste Sklavenhandel. Hier kaufen die Menschen Tiere. Wie ich hierher gekommen bin, weiß ich nicht. Vielleicht bin ich auch hier geboren. Das ist mein Schicksal! Josef ist schon etwas älter und hat mehr Erfahrung. Er meint, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn man verkauft wird. Dann hat man ein schöneres Zuhause und bekommt nicht ständig Schnupfen.Türe auf! Türe zu!

Aber ich habe euch ja erzählt, dass ich bis gestern dort gelebt habe. Jetzt seid ihr neugierig geworden? Hatschi! Stellt euch vor, ich bin verkauft worden! Jaaaaaaaaa, wirklich! Das war so! Türe auf! Und herein kommen zwei Menschenkinder. Er, ganz schön dick! Seine Hamsterbacken waren viel größer als meine, aber er hat ein ganz liebes Gesicht  und so schwand meine Angst. Sie, ich kann euch sagen! Schade dass ich ein Mädchen bin. Ooooh la la! Hatschi! Ich dachte mir, die könnten mir gefallen, aber da war ja noch Josef. Eigentlich ist Josef vom Aussehen der "Schönere". Ich musste mir schon etwas einfallen lassen, damit ihre Aufmerksamkeit auf mich fällt. Josef hatte gerade seinen Mittagsschlaf gehalten und war noch nicht richtig munter. Ich aber, ich war mopsfidel und turnte und tanzte, was das Zeug hielt und ich hatte Glück!

Ich sah die Freude der Beiden in ihren Augen und wie sie mir zuschauten. Hatschi! Beide sahen sich an und ihre Wahl, fiel tatsächlich auf mich. Da könnt ihr wieder einmal sehen, dass es nicht immer auf das Äußere ankommt! Ja, dann begann vielleicht ein Durcheinander! Der Zoohändler handelte mit den beiden Menschenkindern einen Preis für mich aus, und ehe ich mich versah, war ich verkauft. Ich wurde in einen Pappkarton gesetzt und was dann losging, war der reinste Horror. Deckel drauf! Türe auf! Türe zu! Hatschi!!! Jetzt habe ich es doch mit der Angst zu tun bekommen. In der Kiste war es dunkel, nichts zum Knappern und kalt war es auch. Nicht einmal von Josef konnte ich mich verabschieden. Was wird wohl jetzt geschehen? Ich zitterte am ganzen Leibe. Das Schlimmste war dieSchaukelei, ich konnte mich nicht auf den Beinen halten. Dann wurde es etwas ruhiger und wärmer, ich glaube ich fuhr Auto. Hatschi! Noch nie war mir soooooooo ängstlich! Türengeklapper! Oh je, jetzt bin ich bestimmt in meinem neuen Zuhause. Auf einmal wurde der Pappdeckel vorsichtig angehoben und ich konnte gleich gar nichts sehen, weil das viele Licht blendete. Eine große Hand packte mich! Da saß ich nun und die zwei Menschkinder schauten mich mit freundlichen Augen an. Meine Angst war wie weggeblasen und ich hörte auf zu zittern. Hatschi! Noch nie habe ich so viel Streicheleinheiten bekommen, das tat gut. Dann wurde ich in mein neues Häuschen gesetzt.

Ich bekam Wasser, Salat, Mais und andere Leckereien. Das könnt ihr euch nicht vorstellen, wie im Schlaraffenland. Dann ging ich in meinem neuen Zuhause auf Entdeckungstour. Meine neuen Eltern haben wirklich an alles gedacht, was wir Hamster so brauchen. Ich baute mir sofort eine Schlafhöhle und schlief ein. Ist ja auch kein Wunder, nach einem solch anstrengenden Tag. Nun bin ich schon 12 Wochen hier und ich fühle mich Hamsterwohl. Wenn es Abend wird und meine Eltern von der Arbeit kommen, nehmen sie mich auf die Hand und geben mir ein warmes und wohliges Gefühl. Nur manchmal ist es ein unpassender Moment, weil ich gerade mal … muss. Ich laufe weg, weil ich aufs Häuschen... muss, aber ich werde immer wieder zurückgeholt. Dabei ist es mir schon passiert, dass ich meiner Mama auf die Hand ge... habe. Na ihr wisst schon! Damit müssen sie einfach leben. Ich hoffe, ich kann bis an mein Lebensende hier bleiben! Dafür tanze und springe ich, damit sie immer viel Freude an mir haben. Ich habe die Beiden sehr lieb gewonnen! Wenn Josef das sehen könnte! Er würde staunen und ich würde ihm sagen, wie Recht er doch gehabt hat. So nun ist meine Geschichte zu Ende. Übrigens, mein Schnupfen ist auch weg. Hatschi!

Türe zu!


 

Liebe ohne Happy-End
Verfasser und Copyright by Wollefee

Gewidmet ist diese wahre Geschichte  unserer langjährigen Lebensbegleiterin
Kätzchen  "Kitti"


Miau, ich bin Kitti!

Heute möchte ich euch die schönste Geschichte meines Lebens erzählen. Nie hätte ich gedacht, dass mir die große Liebe begegnen wird. Also, es ist so! Ich bin ein reines Stubenkätzchen und lebe seit 15 Jahren bei meinen Adoptiveltern. Eines Tages bekamen wir neue Nachbarn und mit ihnen kam auch "Timmy" ein wunderschöner Kater. Am liebsten sitze ich im Wohnzimmer und schaue durch die Scheiben der großen Terrassentür in den Garten. Von dort aus habe ich einen wunderschönen Ausblick. Doch dann! Was war das? Da läuft doch der "Neue" durch unseren Garten! Durch die Scheibe fauchte ich: "He du, das ist unser Garten! Verzieh dich!" Aber im Stillen habe ich gedacht:"Mein Gott, was für ein Kater!" Da saß ich nun und musste jeden Tag mit ansehen, wie er seine neue Heimat und unseren Garten erkundete.

Sein Weg führte immer an unserer Terrassentür vorbei hinter welcher ich saß und ihm zuschaute. Er hatte mich noch nicht entdeckt, denn ich hielt den Abstand zur Scheibe etwas weiter als gewöhnlich. Dann war es mit meinen Gefühlen schon so weit, dass ich es nicht erwarten konnte, bis zum nächsten Tag. Ich traute mich jetzt ganz nah an die Scheibe und plötzlich saß er vor mir!!! Mein Herz raste! Was ist nur los mit mir?So ein Gefühl habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erfahren. Es war ein wunderbares Gefühl unbeschreiblich schön.Wir schauten uns in die Augen und wussten, es war Liebe auf den ersten Blick! Von da ab saßen wir nun jeden Tag vor der Scheibe er von draußen ich von drinnen.

Wir küssten uns und berührten unsere Pfötchen. Leider war immer die Scheibe dazwischen. Auch die anderen Katzen in der Nachbarschaft haben Timmy bemerkt. Besonders die Weiße, die hatte es auf ihn abgesehen. Das konnte ich nicht ertragen und war rasend eifersüchtig. Dann wurde ich sehr krank unheilbar krank ich wusste, dass die Regenbogenbrücke auf mich wartete. Es kam die Zeit, dass ich nicht mehr bis zur Scheibe laufen konnte. Ich sah Timmy nur vom Sofa aus. Doch er kam trotzdem jeden Tag und wartete auf mich. Ich wusste mein Ende ist nah. Wenige Tage später schlief ich mit einem wunderbaren Traum ein. Vom Katzenhimmel kann ich ihn sehen. Er kommt immer noch und schaut durch die Scheibe. Es muss wohl Liebe gewesen sein.